Wie hat es angefangen?
Ich glaube, ich ging damals schon in die Schule. Ich wuchs in Tiefenort auf. Als Kinder spielten wir oft etwas außerhalb der Ortschaft am damals sogenannten “Stichlingsgraben”. Wir sprangen mehrmals über den vermeintlich schmalen Graben. Ich, der damals schon eher zu den “Kleineren” gehörte, schaffte es wieder mal nicht ans andere Ufer und schmierte ab. Öfter; ich lernte nie dazu, war ehrgeizig und sprang immer wieder. Und fiel auch immer wieder in den Graben. Wie gesagt; ich lernte in diesem Fall nie dazu. Als ich wieder mal mit nassen Hosenbeinen aus dem Graben stieg, sah ich am Hosenbein ein Bündel Fadenalgen und einen bunten Fisch. Es war ein brütendes Stichlingsmännchen mit blutroter Brust. Ich war fasziniert. Zum Glück hatte ein Spielkamerad auf dem Weg zum Graben ein Eis gegessen und den leeren Becher unweit von uns “entsorgt”. Ich holte den Becher, spülte ihn aus, füllte ihn mit Wasser und tat das Fischlein hinein. Der Anfang war gemacht. Ich war von diesem Zeitpunkt an Aquarianer.
Männchen vom dreistachligen Stichling.
Nach einer kurzen Zeit im Einmachglas zog das Männchen in mein erstes Aquarium. (Beispiel)
Bei dem Einweckglas ist es natürlich nicht geblieben. Ich kaufte mir mein erstes Vollglasbecken. Damals waren 25 Liter im Rechteck schon ein Fortschritt gegenüber einem “Gurkenglas”. Das Vollglasaquarium wurde komplett eingerichtet, mit Bodengrund, Wasserpflanzen (aus dem heimischen Graben) und Beleuchtung, für die ich meine Nachttischlampe opferte. Leider habe ich aus dieser Zeit keine Fotos. Mit 6 bzw. 7 Jahren hatte man noch keine Kamera. Jedenfalls waren diese Vollglasaquarien nicht geklebt, man sah die Fische meist verschwommen und sie standen ständig unter Spannung. Das kleine Becken lief ohne Filter und Belüftung und war eigentlich ein reines Kaltwasseraquarium. Dies stellte sich an heißen Sommertagen als Problem dar, sodass ich schnell erkannte, das ein Warmwasserbecken leichter zu händeln ist. Es war für mich letztendlich leichter, kaltes Wasser zu erwären als warmes Wasser zu kühlen. Also trennte ich mich von etlichen Stichlingen und einer Schleie. Die Stichlinge wanderten in den Graben (wo sie auch herkamen) und die Schleie ließ ich in einem naheliegenden Teich frei. Nun stand es fest – ich möchte ein tropisches Aquarium. Meine Eltern bzw. hauptsächlich mein Vater besorgte das nötige Equipment. Das Becken hatte nun eine Länge von 60cm und war ein Rahmenaquarium. Ich hatte nun eine Membranpumpe (sehr laut) an der der Innenfilter angeschlossen war und einen Heizstab, der über Kontakttermometer und Relais gesteuert wurde. Das war in den 70ern so.
Hier ein paar Fotos aus der damaligen Zeit in der ich schon einen Fotoapparat hatte.
Nach einigen Umzügen/Wohnungswechsel hatte ich immer ein AQ stehen. Die Größen waren immer zwischen 120 cm – 150 cm bzw. zwischen 250 und 500 Liter.
Derzeit betreibe ich ein 1.300 Liter Malawibecken und 2 x 60 Liter Gesellschaftsbecken.
Hier klicken, dann startet das Video.
Hier nun die einzelnen Phase der Entstehung
Über die einzelnen Schritt habe ich ein Video gemacht.
Da das oben genannte Video nur auf Desktop-Geräten läuft ist hier das Video für mobile Endgeräte.
Die Planung
Die Vorbereitung
Das Becken
Die Fische
Und hier ein Video über meine Fische. KLICK Das Video ist eigentlich eine Diashow.
Mit meiner Unterwasserkamera machte ich mal einige Testaufnahmen, um zu sehen, ob man überhaupt Videos IM Aquarium drehen kann. Das Ergebnis zeigt mir, dass ich da wohl noch ein wenig üben muss.